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Bärenpersönlichkeiten

Da Braunbären, bis auf wenige angeborene Verhaltensweisen, ihre Überlebensgrundlagen, wie das Finden von pflanzlicher Nahrung, Jagdtechniken, Verteidigungsstrategien, Einwinterung usw. in einer ein- bis dreijährigen Führungszeit von ihrer Mutter abschauen, gibt sie in gewissem Maße auch ihre Persönlichkeit weiter. Sanftmütige Mütter werden diesen Charakterzug ebenso auf ihre Jungen übertragen, wie Mutige, Angriffslustige und Leichtsinnige. Jeder Braunbär entwickelt im Laufe seines Lebens seine eigene Persönlichkeit durch Erziehung, gepaart mit Erfahrung. Es gibt bei diesen Tieren, wie bei uns Menschen, intelligente und weniger intelligente, Streithähne, schlaue Diebe, Feiglinge aber - zwar selten - auch Verhaltensgestörte. Zwei Dinge haben sie alle gemeinsam, sie sind außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger und ihr Leben lang neugierig.
 

Sinne

Der um vieles besser als der eines Spürhundes ausgeprägte Geruchsinn ist ihr Fenster zur Welt. Brünstige Weibchen erschnüffeln Männchen bei gutem Wind aus einer Entfernung von 50 Kilometern. Ihr Gehör lässt nichts zu wünschen übrig, hingegen fokussieren sie ihre Optik von nah auf fern mit Verzögerung und das brachte ihnen den Ruf schlecht zu sehen ein.

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Titelfoto H.P. Sorger

© Respect to Wildlife 2018