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Die Artenvielfalt im Naturpark Weissensee

Ein nicht zu unterschätzendes "Kapital"!

Für Respect to Wildlife (RtW) ist es eine Verpflichtung und Freude gleichermaßen, aktiv am Landschaftsschutz- und Naturparkgedanken mitzuarbeiten. Mitzuarbeiten an der Verwaltung jener noch vorhandenen Naturschätze in einem über (7640 ha) großem Areal inklusive dem im Zentrum des Naturparks liegenden, hochinteressant strukturierten, Weissensee.


Abendstimmung am See - Foto H.P. Sorger

Seit 1970 gibt es konkrete Aufzeichnungen über die vorkommenden Fischarten, Krebse, Muscheln und Schnecken und über weitere im Gebiet lebende Tiere. Seit 1994 werden akribisch Tag- und Nachtgreifer sowie Singvögel dokumentiert. Insbesondere richtet sich das Augenmerk der Interessengruppe RtW auf die vom Aussterben bedrohten Tiere. Dazu gehören unter anderem die nützlichen Spitzmäuse, die aasfressenden Bart- und Gänsegeier, aber auch Bär, Luchs, Raufußhühner und Schneehasen, um nur einige zu nennen.


Das farbenprächtige Tagpfauenauge - Foto H.P. Sorger

Das Vorhandensein unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten bedeutet Reichtum! Dass dieses "Kapital" durch mehrfache internationale Schutzabkommen (Berner Konvention 1979: Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, oder das Biodiversitätsabkommen von Rio de Janeiro 1992: Von Österreich unterzeichnet und ratifiziert) gesichert ist, entspricht nicht der Realität! Denn, dass damit jeder Einzelne eine Verpflichtung eingegangen ist wissen die meisten nicht und wenn sie es wissen, verstehen sie den Sinn dieser Verpflichtung nicht, wehren sich dagegen, ihren Beitrag zu leisten und sagen: "Das ist nicht meine, sondern Sache der Politiker!" Wie treffend sind dazu Heinz Sielmann's Worte: "Es ist schwierig Menschen klar zu machen, dass sie selbst Geschöpfe der Natur sind und dass das zunehmende Schwinden von Tier- und Pflanzenarten ein untrügliches Zeichen der Bedrohung allen Lebens ist!"


Ehemals Brutvogel, ist der Raubwürger heute nur noch Durchzieher - Foto H.P. Sorger

Was also ist Biodiversität?

Biologische Vielfalt mit der sich drei Ebenen verbinden:

  • Die Vielfalt an Ökosystemen oder Lebensräumen
  • die Artenvielfalt - dazu zählen auch Mikroben und Pilze, die weder Pflanze noch Tier sind
  • die Vielfalt an genetischen Informationen, die in den Arten enthalten sind.

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, das auch Biodiversitätskonvention genannt wird, verfolgt drei Ziele:

  • Der Erhalt der biologischen Vielfalt
  • die Nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt
  • der gerechte Vorteilsausgleich aus der Nutzung der biologischen Vielfalt.


Eine rare Schönheit - die Feuerlilie - Foto H.P. Sorger

Das ist keinesfalls nur eine "Artenschutz-Konvention". Sie beinhaltet ausdrücklich den Nachhaltigen Nutzen dieser Vielfalt und den sogenannten "Vorteilsausgleich" zwischen dem, der die biologische Vielfalt nutzt und dem, der die biologische Vielfalt für diese Nutzung erhält.
Die genetischen Ressourcen von Pflanzen und Tieren enthalten möglicherweise Wirkstoffe, die für den Menschen nutzbringend eingesetzt werden können. Diese Wirkstoffe gilt es in den 1,7 Millionen bekannten Pflanzen- und Tierarten zu entdecken und nutzbar zu machen. Damit das gelingen kann, müssen diese Arten erhalten werden. Die Erhaltung dieser Artenfülle wird über den marktwirtschaftlichen "Vorteilsausgleich" zwischen Nutzendem und Erhaltendem (den Staaten oder den Einwohnern eines Gebietes) gewährleistet.
(Info: Bundesamt für Naturschutz)


Die Hohltaube - auf Baumhöhlen angewiesen - Foto Jakob Zmölnig

Unsere Erde ist eine Leihgabe unserer Kinder und Kindeskinder! Wir aber dürfen uns nicht wie Diebe benehmen und die Ressourcen rücksichtslos ausbeuten und ein Vielfaches mehr als wir brauchen entnehmen, ansonsten hinterlassen wir, wenn wir dem nicht Einhalt gebieten, unseren Nachkommen einen total geplünderten Planeten!
Es ist durchaus legitim das Privileg Naturpark zu vermarkten, wird aber der Naturparkgedanke nicht gelebt laufen wir Gefahr, das vorhandene "Kapital" zu verlieren!
Logische Überlegung lässt uns den wahren Naturparkgedanken verstehen und mit einer gesunden und sensiblen Einstellung kann man "Naturpark" auch leben. Und damit wäre es möglich, das bereits vorhandene "Kapital" zu vermehren!

Ihr Hans Peter Sorger


Der Frauenschuh gehört zu den Orchideen - Foto H.P. Sorger

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Titelfoto H.P. Sorger

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